Aktuelle Studien zu Tics/Tourette & Komorbiditäten Uni Dresden

Studienübersicht Kinder- und Jugendpsychiatrie Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Jede Studie gliedert sich in eine oder mehrere Studienvisiten, in denen verschiedene, auf die Studie zugeschnittene Untersuchungsmethoden angewandt werdden. Das können u.a. sein: Anamnesegespräche und Fragebogenerhebung (Kind und Eltern), bildgebende Verfahren (EEG und fMRT) zur Messung der Hirnaktivität, computergestützte Testverfahren oder Blutuntersuchungen zur Bestimmung hormoneller Parameter.
Alle Teilnehmer profitieren von der ausführlichen Diagnostik, an die wir bei Bedarf auch eine Behandlung in unserer Klinik anschließen können.


Studie Tic-Treatment

In der Therapie von Tics kommen sowohl pharmakologische als auch verhaltenstherapeutische Ansätze erfolgreich zur Anwendung. Für beide Interventionsformen existieren Evaluationsstudien mit positiven Ergebnissen. Allerdings fehlen bisher direkt vergleichende Daten, die zeigen, ob und in wie weit eine pharmakologische Intervention mit Tiaprid der verhaltenstherapeutischen Intervention durch Habit-Reversal-Training hinsichtlich ihrer kurz- und langfristigen Wirksamkeit sowie Sicherheit vorzuziehen ist oder umgekehrt. Ziel der geplanten Studie ist es somit, die kurzzeitigen Effekte beider Therapieformen erstmals vergleichend zu untersuchen.

Speziell für Familien, welche einen weiten Anfahrtsweg haben und dennoch von der Verhaltenstherapie profitieren möchten, wird eine tabletbasierte Variante angeboten. Hierbei wird die Behandlung online über eine sichere Verbindung durch einen der Therapeuten umgesetzt.

In dieser Studie werden sowohl betroffene als auch gesunde Kinder im Alter von 10 bis 17 Jahren untersucht. Bei Betroffenen sollte die Behandlungsindikation der Tic-Störung vorhanden sein, wobei die Wahl der Therapieform dem Probanden sowie dessen Eltern überlassen bleibt. Die Studie umfasst 2  EEG-Termine im Abstand von 10 Wochen (vor Beginn und 10 Wochen nach der erfolgten Tiaprid- bzw. Habit-Reversal-Therapie).
Weiterführende Informationen_für_Studienteilnehmer-Eltern

Ansprechpartner: Herr M. Sc. Psych. Benjamin Bodmer
Tel. +49 (0)351 458 – 7168


TicGenetics – Studie zu genetischen Hintergründen von Tic-Störungen

Das Ziel dieser internationalen Studie ist es, genetische Faktoren ausfindig zu machen, die bei bestimmten Personen das Auftreten von Tic-Störungen und anderen, verwandten Störungen verursachen können. Dafür wollen wir Familien untersuchen.
Für die Studie ist es wichtig, dass sowohl erkrankte (ab 3 Jahren) als auch gesunde Familienmitglieder an der Studie teilnehmen. Nach einem ausführlichen Telefoninterview, bei dem wir einen Familienstammbaum erstellen und die Zahl der betroffenen Familienmitglieder herausfinden wollen, erhalten Sie ein Fragebogenpaket, welches Sie zu Hause ausfüllen. Im Anschluss findet ein Termin im Universitätsklinikum statt, bei dem sowohl die Fragebögen besprochen als auch die Blutentnahmen für die Untersuchung der relevanten genetischen Marker gemacht werden.
Weiterführende Informationen findet Sie hier:

Ansprechpartner: Herr M. Sc. Psych. Benjamin Bodmer
Tel. +49 (0)351 458 – 7168


 

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