Zwangsstörungen und das Dschungelcamp-Eine Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen (DGZ e.V.)

Das Thema Zwangsstörungen hat in den letzten Tagen ein selten gekanntes mediales Interesse auf sich gezogen. Anlass ist die Teilnahme von Hanka Rackwitz, die sich seit eineinhalb Jahren in der Öffentlichkeit zu ihrer Zwangsstörung äußert, an der RTL-Show “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!”.

Frau Rackwitz zeigt hier zum einen Verhaltensweisen von Zwangspatienten, die vielen Außenstehenden bizarr und nicht nachvollziehbar erscheinen. In der öffentlichen Diskussion entstehen in der Folge teilweise unreflektierte Abwertungen und ein Anzweifeln der Zwangsstörung.  Die an sich sehr sensible Thematik und bei vielen Betroffenen ein großes Leiden hervorrufende Erkrankung wird so zum Gegenstand genau der Abwertungen, die viele Betroffene fürchten.  Gleichzeitig sehen sich viele Zwangspatienten durch die offensive und aufmerksamkeitsheischende Darstellung der Zwangserkrankung nicht repräsentiert und sorgen sich um das Entstehen weiterer Zerrbilder über die Zwangsstörung in der Öffentlichkeit.

Stellungnahme DGZ – Dschungelcamp