Glossar

Kalzium-Kanal
s. Calcium-Kanal
kardial
das Herz betreffend
kardialer Block
s. Herzblock
kardiotoxisch
herzschädigend
kardiovaskulär
s. Calciumkanal
Karyotyp
Genetik, >Chromosomensatz eines Individuums, wird durch die Anzahl von >Chromosomen und das Aussehen der Chromosomen beschrieben
Katecholamine
Gruppenbezeichnung für >Dopamin, >Adrenalin und >Noradrenalin, sowie Stoffe, die chemisch mit diesen verwandt sind
Kerngebiet (im Zentralnervensystem)
Neuroanatomie, abgegrenzte Regionen im >ZNS in dem sich Zellkerne von Nervenzellen befinden; diese Regionen haben eine eher graue Farbe während der restliche Teil des Gehirns eher weiß ist
Kernspintomographie
Radiologie, auch Magnetresonanztomographie, Abk. MRT engl. MRI, bildgebendes Diagnoseverfahren, bei dem mit Hilfe eines starken Magnetfeldes Schichtbilder vom Körper des Patienen gewonnen werden; funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT, engl. fMRI) ermöglicht es den Blutfluss in Organen (insbesondere im Gehirn) zu messen und so die Funktion eines Organs zu beobachten. Beim Gehirn kann so die Aktivierung bestimmter Regionen auf äußere Einflüsse hin untersucht werden. engl. nuclear magnetic resonance imaging, engl. Abk. NMR oder MRI
Kiefersperre
das Unvermögen die Lippen oder die Zahnreihen aus eigener Kraft mit der Kaumuskulatur zu schließen, engl. lockjaw
Kleinhirn
auch Cerebellum, im Schädel hinten, unten gelegener Hirnteil, der sich in seinem äußeren Erscheinungsbild deutlich vom >Cortex unterscheidet, Funktionen: "Glätten" von Bewegungen, Halten von Körperstellungen, schwerkraftbezogene Reflexe, auch an der Sprache beteiligt
klinische Diagnose
eine Diagnose, die anhand der Symptome des Patienten und einfacher Untersuchungen gestellt wid; Eine kl. Diagnose kann gestellt werden, weil eine Untersuchung mit aufwändigeren Methoden (z.B. Labor, Röntgen) nicht nötig ist oder weil keine solche Untersuchung zur Verfügung steht, wie z.B. beim Tourette-Syndrom.
klinisches Bild
die Gesamtheit der Beschwerden eines Patienten
klonal
Genetik, meist im Sinne von monoklonal, bezeichnet die Eigenschaft, dass Zellen genotypisch (s. Genotyp) identisch sind bzw. dass ein Produkt (z.B. ein >Antikörper) von genotypisch identischen Zellen gebildet wird
Klonierung
Gentechnik, Einfügen von >DNA in eine Zelle mit Hilfe eines sog. Vektors (DNA - Trägermolekül), engl. cloning
klonisch
Neurologie, bezieht sich auf >Klonus
Klonus
Neurologie, "Schüttelkrampf", rascher Wechsel von Muskelzusammenzeihungen und Muskelerschlaffungen
kognitive Kontrolle
weitgehend synonym zu >Exekutive Funktion
kognitive Verhaltenstherapie
erweiterte >Verhaltenstherapie, die zusätzlich die gedanklichen (kognitiven) Hintergründe eines Verhaltens miteinbezieht. Bei der sogenannten kognitiven Umstrukturierung wird dem Patienten im Gespräch vermittelt, welche oft unrealistischen Gedanken seinen Problemen zugrundeliegen. Anschließend werden diese Gedanken schrittweise zu einem sinnvolleren Bild verändert.
Kohlenmonoxydvergiftung
Vergiftung durch das Gas Kohlenstoffmonoxid (CO), das bei Verbrennungen mit wenig Sauerstoff entsteht. CO behindert die Versorgung der Gewebe mit Sauerstoff und hemmt die >Cytochrome
Kombinationstherapie
Behandlung mit mehreren Wirkstoffen
Kommissur
Neuroanatomie, aus Nervenfasern bestehende Verbindung zwischen den beiden Hälften des >Großhirns. Die größte Kommissur ist das >Corpus callosum.
Komorbidität
ein zusätzlich zu einer Grunderkrankung vorliegendes Krankheitsbild; die Grunderkrankung kann, muss aber nicht Ursache der Komorbidität sein.
Konfidenzintervall
Statistik, ein Zahlenbereich, in dem ein gesuchter (aber unbekannter) Zahlenwert mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (meistens 95%) enthalten ist
kontralateral
auf der gegenüberliegenden Seite
Kontroll-Locus
s. Locus of control
kontrollierte Studie
eine Studie, bei der die Erfolge einer neuen Therapie mit den Erfolgen einer schon bestehenden Therapie oder einer Placebotherapie verglichen werden. Die Patientengruppe, welch die schon bestehende Therapie bzw. das Placebo erhält wird Kontrollgruppe genannt. Mit diesem Verfahren können Placeboeffekte oder scheinbare Behandlungserfolge, die auf einer natürlichen Ausheilung der Krankheit beruhen, ausgeschlossen werden.
Kontrollüberzeugung
Psychologie, beschreibt das Ausmaß, mit dem eine Person glaubt, dass das Auftreten eines Ereignisses abhängig vom eigenen Verhalten ist; die K. kann internal (eigenes Verhalten ist entscheidend) oder external (Gesellschaft, Schicksal, etc. sind entscheidend) sein. Eine internale Kontrollüberzeugung gilt allgemein als vorteilhafter. engl. Locus of control
Kopplung (Genetik)
gemeinsame Vererbung von Genen, dadurch dass sie (evtl. nah beieinander) auf dem selben >Chromosom liegen
Koprolalie
ungewolltes Aussprechen aggressiver oder obszöner Worte. Obwohl nur ca. 23-45 Prozent der Betroffenen darunter leiden, wird das Tourette-Syndrom häufig nur mit dem Vorliegen der Koprolalie in Verbindung gebracht.
Kopropraxie
das Zeigen unwillkürlicher, obszöner Gesten
koronal
auf eine anatomische Ebene parallel zur Stirn bezogen, engl. coronal
koronar
die Herzkranzgefäße betreffend, engl. coronary
Kortex
s. Cortex
Kreatin
ein vor allem in Muskeln enthaltener Stoff, der als zeitweiliger Energiespeicher dient; wird zu >Kreatinin abgebaut, engl. creatine
Kreatinin
in Muskeln entstehendes Abbauprodukt aus >Kreatin, erlaubt nach Konzentrationsmessung in Blut und Harn eine Einschätzung der Nierenfunktion, engl. creatinine
kurativ
heilend, auf Heilung abzielend (im Gegensatz zu >palliativ, d.h. die Beschwerden lindernd)