Symptome

Medizinisch wird unterschieden zwischen einfachen und komplexen Tics.
Einfache Tics sind schnell, einschießend und erfüllen keinen Zweck.

Komplexe Tics sind langsamer und scheinbar zweckgerichtet.

Zu den sensitiven Tics gehören z. Bsp. eine hohe Geräuschempfindlichkeit oder auch eine sehr empfindliche Haut.

Motorische Tics

Vocale Tics

Einfache motorische Tics

Einfache vokale Tics

Augenblinzeln Husten
Augenbewegungen Schnüffeln
Nasenbewegungen Räuspern
Mundbewegungen Grunzen
Gesichtsgrimassen Pfeifen
Kopfschleudern Tierlaute
Schulterziehen Vogellaute
Armbewegungen
Handbewegungen
Abdominale Zuckungen
Beinbewegungen
Fuß – oder Zehenbewegungen

Komplexe motorische Tics

Komplexe vokale Tics

Gesten oder Bewegungen der Augen Sprechblockaden
Gesten / Bewegungen mit dem Kopf Sprachfragmente
Gesten mit Arm oder Hand Koprolalie
Mundbewegungen Echolalie
Gesten mit der Schulter Palilalie
Beugen oder sich winden Blockierungen
Rotieren um die eigene Achse Atypische Sprachwendungen
Selbstverletzendes Verhalten Enthemmte Sprache
Kopropraxie
Echopraxie


Kopropraxie
beinhaltet das Zeigen unwillkürlicher, obszöner Gesten.

Echolalie bezeichnet das ein- oder mehrmalige zwanghafte Nachsprechen von Wörtern oder Sätzen.

Unter Echopraxie wird das Imitieren bzw. Nachahmen von Tics bezeichnet. Dieses Phänomen tritt manchmal auf, wenn Betroffene mit anderen Personen zusammen treffen.

Palilalie ist das häufige Wiederholen von selbstgesprochenen Worten.

Koprolalie ist das ungewollte Aussprechen aggressiver oder obszöner Worte. Obwohl nur ca. 15-20 Prozent der Betroffenen darunter leiden, wird das Tourette-Syndrom häufig nur mit der Koprolalie in Verbindung gebracht. Das Vorliegen der Koprolalie ist kein obligates (zwingendes) Diagnose-Kriterium für das Tourette Syndrom.