Anomales Thalamus-Volumen in medikationsfreien Jungen mit Tourette-Syndrom

Im Rahmen der Pathophysiologie vom Tourette-Syndrom geht man von Anomalien bzgl. des Thalamus aus. Die Autoren untersuchten das Vorhandensein eines abweichenden Thalamus-Volumen in medikationsfreien Jungen mit Tourette Syndrom mittels Kernspintomographie (MRI). Eine volumetrische MRI wurde an 18 medikationsfreien Jungen mit Tourette Syndrom im Alter von 7–14 Jahren sowie an 16 gesunden Vergleichsprobanden durchgeführt. Die anatomischen Grenzen wurden manuell parzelliert um das Volumen des Thalamus zu bestimmen.

Es zeigte sich, dass Tourette Syndrom-Patienten im Vergleich zu den gesunden Kontrollen einen signifikant größeren linken Thalamus aufwiesen. Im Gegensatz dazu wurden für das Volumen des rechten Thalamus keine Unterschiede zwischen beiden Gruppen gefunden. Außerdem zeigten Tourette Syndrom-Patienten eine signifikante Reduktion bezüglich der Asymmetrie im Thalamus-Volumen zur Rechten im Vergleich mit den gesunden Probanden. Die Befunde liefern neue Hinweise auf ein anomales Thalamus-Volumen bei pädiatrischem Tourette Syndrom.

Quelle:
Department of Psychiatry, Inha University Hospital and College of Medicine, Incheon, South Korea, Jan. 2006


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