Levetiracetam als alternative Therapie beim Tourette-Syndrom

Beim Tourette-Syndrom handelt es sich um eine neuropsychiatrische Erkrankung, die typischerweise in der Kindheit einsetzt und durch chronische Tics und häufige Komorbiditäten wie ADHD charakterisiert wird. Die meisten zur Tic-Unterdrückung verwendeten Arzneimittel gehen mit schweren Nebenwirkungen einher. Daher werden alternative Therapieoptionen mit günstigeren Nebenwirkungsprofilen evaluiert. Neue Hypothesen sowie jüngere Studien, die das GABAerge System in die Pathosphysiologie des TS einbeziehen, bilden die Grundlage für die Einbeziehung von Medikamenten, die auf dieses System wirken. Levetiracetam ist ein Medikament, mit einem typischen GABAergen Wirkmechanismus, das Tics verbessern könnte.

Obwohl Studien zur Bewertung der Wirkung von Levetiracetam widersprüchliche Ergebnisse liefern, kann es bei einigen Patienten doch von Nutzen sein. Das sichere Nebenwirkungsprofil von Levetiracetam macht dieses Medikament zu einer Alternative im Rahmen der Therapie von TS, sofern zuvor verwendete Medikamente nicht verträglich erscheinen, doch sind kontrollierte Studien von längerer Dauer erforderlich, um die tatsächliche Wirkung in Patienten mit TS zu bewerten.

Quelle:
Department of Pediatrics and Psychiatry, Hospital Universitario Fundación Alcorcón, Madrid, Spain
Neuropsychiatr Dis Treat. 2010


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