Neue globale Forschungs-Kooperation für Tic-Störungen
Die internationale Organisation Tics and Tourette Across the Globe (TTAG) hat eine Zusammenarbeit mit dem Minnesota Tic and Compulsivity (MnTiC) Lab, einem US-amerikanischen Forschungszentrum unter Leitung von Dr. Christine Conelea, begonnen. Diese Kooperation soll die internationale Forschung zu Tic- und Zwangsstörungen stärken und Menschen weltweit stärker einbeziehen.
Was ist das MnTiC-Register?
Das MnTiC Registry ist eine sichere, webbasierte Plattform, über die Menschen mit Tic-Störungen (einschließlich Tourette-Syndrom), Zwangsstörungen und verwandten Erkrankungen sich freiwillig für Forschungsprojekte anmelden können. Ziel ist, die Teilnahme für Menschen weltweit einfach und inklusiv zu gestalten, damit Forschungsergebnisse die Vielfalt der Betroffenen besser widerspiegeln.
Studie „Tic Clips“ – global teilnehmbar
Über das Register wird die internationale Studie „Tic Clips“ durchgeführt. In dieser Studie sollen innovative Werkzeuge entwickelt werden, die helfen könnten, Tic-Störungen schneller und genauer zu diagnostizieren. Dies könnte zu einem besseren Zugang zu Behandlung und mehr Verständnis für Tic-Störungen führen.
Ziel der Zusammenarbeit
Durch die Partnerschaft zwischen TTAG und dem MnTiC Lab soll die globale Vernetzung verbessert, die Teilnahme an Studien erweitert und die Forschung zu Tic-Störungen international vorangebracht werden. Betroffene, Familien, Selbsthilfegruppen und Fachleute sind eingeladen, diese Initiative zu unterstützen und über ihre Netzwerke weiterzutragen.
Die Studie Tic Clips ist ein vollständig online durchgeführtes Forschungsprojekt am Minnesota Tic and Compulsivity Lab der University of Minnesota. Ziel ist es, Videodaten zu nutzen, um Tics besser messen und verstehen zu können. Dafür werden Videos von Menschen mit Tics gesammelt, um die Vielfalt der Tic-Ausprägungen zu analysieren und zu sehen, wie sich Tics über die Zeit verändern können.
Was ist das Ziel der Studie?
Tic-Messung verbessern: Die Forschung will herausfinden, ob man Videoclips benutzen kann, um Tics automatisch zu erkennen und zu quantifizieren – sowohl typische Bewegungen als auch Tic-Bewegungen.
Entwicklung digitaler Werkzeuge: Ein langfristiges Ziel ist es, Software zu entwickeln, die zuverlässiger als heutige Methoden erkennt, ob ein Tic vorliegt. Das könnte künftig Diagnosen erleichtern und die Behandlung unterstützen.
Warum ist die Studie wichtig?
Derzeit werden Tic-Störungen meist durch Beobachtung und Interviews im Gespräch mit Ärzten erkannt. Das ist:
Durch standardisierte Videoaufnahmen und größere Teilnehmerzahlen soll eine objektivere, reproduzierbare Messmethode entwickelt werden, die helfen kann, Zugänge zu Diagnose und Versorgung zu verbessern.
Studienteilnehmer*innen sind:
Teilnahme ist weltweit möglich, online und kostenlos.
Zur MnTIC-Register: https://ticlab.umn.edu/tic-clips