Assoziation zwischen dem Gen für die niedermolekulare Cytosol-Säure-Phosphatase ACP*A und komorbiden Erkrankungen des Tourette-Syndroms

Protein-Tyrosin-Phosphatasen scheinen bei der Regulation der serotonergen und dopaminergen Aktivität im zentralen Nervensystem eine Rolle zu spielen. In einer neueren Studie fanden die Autoren, dass eine Homozygotie für nonA/nonA an dem Ort, der für die niedermolekulare Protein-Tyrosin-Phosphatase ACP1 codiert, mit gesteigertem Vorkommen von Depressionen in Männern (P < 0.00003) im Zusammenhang steht, so dass man davon ausgeht, dass ein ACP1*A Einzelnukleotid-Polymorphismus (SNP) ein wichtiger Marker für die Psychopathologie zu sein scheint.

In der vorliegenden Studie untersuchten die Autoren den ACP1*A SNP in 539 Kontrollen und 184 männlichen Tourette Syndrom-Patienten, bei denen es sich durchweg um Europäer der kaukasischen Rasse handelte. Die Frequenz des non-A-Allels war in den Tourette Syndrom-Patienten im Vergleich zu den Kontrollen deutlich erhöht (P < 0.0005), doch war dieser Unterschied auf Fälle mit einer komorbiden ADHD-Störung bzw. einer komorbiden Verhaltensstörung beschränkt, während es wenig Relevanz für das Tourette Syndrom selbst hat.

Bottini N, MacMurray J, Rostamkani M, McGue M, Iacono WG, Comings DE.
Neurosci Lett. 2002
The Burnham Institute, La Jolla, CA, USA