Auswirkungen einer Medikation auf die Regulation der Körpertemperatur bei Patienten mit Tourette-Syndrom

Das Tourette-Syndrom ist hauptsächlich durch die Anwesenheit motorischer und vokaler Tics definiert und charakterisiert. Häufig gehen andere medizinische, psychologische und psychiatrische Symptome mit dem Tourette Syndrom einher. Trotz extensiver Bemühungen, die mehrjährige Forschung beinhalten, bleibt die Ätiologie, die zum Tourette Syndrom führt, obskur. Viele Hypothesen wurden in der Vergangenheit angeboten, um die Pathophysiologie des Tourette Syndrom aufzuklären.

Auf der Basis der Existenz eines anomalen Körpertemperaturprofils in Tourette Syndrom -Patienten geht man von der Beteiligung einer idiopathischen Hypothalamus-Störung bei Tourette Syndrom-Patienten aus. Beobachtet man die Effekte von Medikationen im Rahmen einer Tourette Syndrom-Therapie, so zeigt sich, dass Medikationen neurologische Tics verbessern und die periodisch hypothermale Körpertemperatur (Untertemperatur) der Patienten korrigieren.

Korreliert man den neurologischen Status mit einer Dysregulation des Hypothalamus, so bekräftigen die vorgelegten Daten die Hypothese, dass eine idiopathische Hypothalamus-Störung der Tourette Syndrom-Kaskade zugrunde liegt.

Kessler AR.

Gene Plus Clinic of Applied Neuropsychology, Rehovot, Israel. J Child Neurol. 2002

 


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