NMR-Spektroskopie des Gehirns beim Tourette-Syndrom

Obwohl man davon ausgeht, dass Anomalien in den neuronalen Schaltkreisen, die Cortex, Striatum und Thalamus beinhalten, Ursache für das Tourette-Syndrom sind, sind die genauen Anomalien bislang unbekannt. In der vorliegenden Studie sollte daher die zelluläre Neurochemie innerhalb dieser Bereiche mittels Protonen- NMR -Spektroskopie bei Tourette-Patienten analysiert werden. Die NMR -Spektroskopie wurde in 25 Jungen mit Tourette-Syndrom (Alter 10,9 +/- 2,0 Jahre) und in 32 männlichen Vergleichspersonen (Alter 11,5 +/- 2,7 Jahre) durchgeführt. Spektren vom frontalen Cortex, vom Nucleus caudatus, dem Putamen und Thalamus wurden analysiert und der Gehalt an N-Acetylaspartat, Kreatin, Cholin, Myo-Inositol, Glutamat und Glutamin wurden quantitativ bestimmt und zwischen den beiden Gruppen verglichen.

Es zeigte sich, dass Patienten mit Tourette eine Reduktion bezüglich des Gehaltes an N-Acetylaspartat und Cholin im linken Putamen aufwiesen, sowie reduzierte Gehalte an Kreatin beidseitig im Putamen. Im frontalen Cortex zeigten die Tourette Syndrom-Patienten verminderte gehakte N-Acetyl-aspartat beidseitig, an Kreatin rechtsseitig und an Myo-Inositol linksseitig. Die Ergebnisse lassen auf eine beeinträchtigte neuronale Integrität bei Tourette Syndrom -Patienten schließen sowie auf Defizite bezüglich der Dichte neuronaler Zellen und nicht-neuronaler Zellen in den oben genannten Gehirnarealen.

Quelle:
Brain magnetic resonance spectroscopy in Tourette’s disorder
Am Acad Child Adolesc Psychiatry. Dec. 2005


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