Ein Fall von PANDAS, der mit Tetrabenazin und Tonsillektomie behandelt wurde

Bei PANDAS (pediatric autoimmune neuropsychiatric disorders associated with streptococcal infections) handelt es sich um ein seltenes Syndrom, das durch die Anwesenheit von Tics, Tourette-Syndrom, Zwangserkrankung oder Chorea-Symptomen im Zusammenhang mit vorangehender Streptokokkeninfektion klinisch charakterisiert wird.

Die Autoren schildern einen Fall eines 11 Jahre alten Jungens, der PANDAS mit schwerer Chorea-Symptomatik entwickelte. Die Kriterien für eine PANDAS-Diagnose trafen zu. Außerdem fanden sich im Serum Anti-Gehirn-Antikörper.

Der Patient wurde zunächst mit 12.5 mg Tetrabenazin zweimal täglich behandelt, was zu einer Remission der neurologischen Symptome führte. Danach entfernte man dem Patienten die Gaumenmandeln (Tonsillektomie). Der Patient ist seitdem beschwerdefrei und seine Antistreptolysin-Titer liegen im Rahmen.

Anm. Übers.
Tonsillektomie bezeichnet die vollständige chirurgische Entfernung der Gaumenmandeln (Tonsilla palatina).

Tetrabenazin ist ein Arzneistoff, der in Deutschland seit Februar 2007 für die Behandlung der Chorea Huntington und von mittelschweren bis schweren Spätdyskinesien zugelassen ist, und bereits davor als so genanntes Orphan-Arzneimittel für die Behandlung dieser und einiger weiterer seltener Bewegungsstörungen verordnet wurde bzw. wird.
Quelle Wikipedia

Quelle:

Santa Lucia Foundation IRCCS Hospital, Rome, Italy
J Child Neurol. 2010


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