Aktuell lfd. Studien

Möchten Sie an klinischen Studien zu Tic-Störungen und Tourette-Syndrom teilnehmen?

© V. Yakobchuk - fotolia.com

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Kinder- und Jugendpsychiatrie Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Jede Studie gliedert sich in eine oder mehrere Studienvisiten, in denen verschiedene, auf die Studie zugeschnittene Untersuchungsmethoden angewandt werdden. Das können u.a. sein: Anamnesegespräche und Fragebogenerhebung (Kind und Eltern), bildgebende Verfahren (EEG und fMRT) zur Messung der Hirnaktivität, computergestützte Testverfahren oder Blutuntersuchungen zur Bestimmung hormoneller Parameter. Alle Teilnehmer profitieren von der ausführlichen Diagnostik, an die wir bei Bedarf auch eine Behandlung in unserer Klinik anschließen können.


TicGenetics – Studie zu genetischen Hintergründen von Tic-Störungen

Das Ziel dieser internationalen Studie ist es, genetische Faktoren ausfindig zu machen, die bei bestimmten Personen das Auftreten von Tic-Störungen und anderen, verwandten Störungen verursachen können. Dafür wollen wir Familien untersuchen. Für die Studie ist es wichtig, dass sowohl betroffene (ab 3 Jahren) als auch gesunde Familienmitglieder an der Studie teilnehmen. Nach einem ausführlichen Telefoninterview, bei dem wir einen Familienstammbaum erstellen und die Zahl der betroffenen Familienmitglieder herausfinden wollen, erhalten Sie ein Fragebogenpaket, welches Sie direkt bei uns ausfüllen. Im Anschluss findet ein Termin im Universitätsklinikum statt, bei dem sowohl die Fragebögen besprochen als auch die Blutentnahmen für die Untersuchung der relevanten genetischen Marker gemacht werden. Information als PDF


Studie TEC4TIC

Diese Studie geht der Hypothese nach, dass Tic-Störungen nicht einfach, wie bisher häufig angenommen, „Bewegungsstörungen“ sind. Das Projekt untersucht, ob ggf. eine „zu starke“ Verbindung zwischen Impuls (= häufig berichtetes Vorgefühl bei Tics) und Bewegung (= der Tic an sich) besteht. Daher erforschen wir, ob das sogenannte Event-Coding einen besseren Erklärungsansatz für Tic-Störungen darstellt.

Informationen zu den Grundlagen des Event-Codings und dem möglichen Bezug zu Tic-Störungen finden Sie hier.

An dieser Studie können Kinder (ab 8 Jahren), Jugendliche und Erwachsene

  • mit einer aktuellen Tic-Störung
  • mit einer vorangegangenen Tic-Störung
  • oder welche gesund sind

teilnehmen.
Weitere Informationen zur Studie finden Sie im dazugehörigen Flyer


Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)

Die Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sucht Patienten mit Tourette-Syndrom/Tic-Störung, die an Studien teilnehmen möchten.

Cannabis und kognitive Fähigkeiten

Die MHH sucht erwachsene Patienten mit Tourette-Syndrom UND (gesunde) Probanden für die klinische Studie: Cannabis und kognitive Fähigkeiten

Das Ziel ist es zu untersuchen, welchen Einfluss Cannabis auf kognitive Fähigkeiten hat.
Wie unterscheidet sich das Denken zwischen Probanden ohne Tourette-Syndrom und Patienten mit der Diagnose Tourette-Syndrom?
Wie unterscheiden sich Patienten die Cannabis-basierte Medikamente nehmen, von Patienten, die keine Cannabis-basierte Medikamente nehmen?
Verbessern Cannabis-basierte Medikamente kognitive Funktionen bei Patientin oder verschlechtern sie diese?

Flyer zur Studie


Ecopipam-Studie

In der „Ecopipam-Studie“ wird untersucht, ob das neue Prüfmedikament Ecopipam bei Kindern und Jugendlichen mit Tourette-Syndrom zu einer Tic-Reduktion führt.

Wenn Ihr Kind das Tourette-Syndrom hat, wissen Sie, dass körperliche (motorische) und verbale (vokale) Tics frustrierend sein können, weil sie unvorhersehbar und störend sind. Unabhängig davon, wie oft Tic s auftreten oder wie ausgeprägt sie sind, können sie schwer zu behandeln sein. In dieser Studie wird ein Prüfmedikament (ein „selektiver D1-Dopaminrezeptorblocker“) namens Ecopipam untersucht, um herauszufinden, ob Ecopipam bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren wirksam ist und zu einer Verminderung der Tics führt.

Eine Studienteilnahme ist möglich, wenn alle Ein- und Ausschlusskriterien erfüllt werden. Kontaktieren Sie uns gern, ob diese Studie für Ihr Kind infrage kommen könnte. Weitere Informationen finden Sie hier:

Kontakt bei Teilnahmewunsch

Medizinische Hochschule Hannover
Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Telefon: 0511-532-5524
Email: tourette-studien@mh-hannover.de mit Betreff: Ecopipam


Untersuchung zu Autoaggressionen bei Patienten/innen mit Tourette-Syndrom anhand eines neu gestalteten Fragebogens

Autoaggressionen stellen ein bekanntes Phänomen bei Patienten/innen mit Tourette-Syndrom dar. Bisher wurden allerdings nur sehr wenige Studien zu diesem klinisch relevanten und oft auch therapiebedürftigen Symptom durchgeführt. Aus diesem Grund haben wir erstmals überhaupt einen Fragebogen entwickelt, um die Zusammenhänge zwischen Tourette-Syndrom und Autoaggressionen näher zu untersuchen.

Für diese Studie suchen wir nun Patienten/innen mit Tourette-Syndrom, die uns unterstützen und an der Befragung teilnehmen.

Die Studienteilnahme ist ganz einfach und erfordert lediglich einen Internetzugang. Die komplette Befragung erfolgt einmalig online und dauert circa 45 Minuten. Teilnehmen können alle Patienten/innen mit Tourette-Syndrom oder einer anderen chronischen primären Tic-Störung, die mindestens 18 Jahre alt sind, auch wenn bisher keine Autoaggressionen aufgetreten sind. Die Studie läuft ab sofort bis zum 31.10.2020.

Was ist das Ziel der Studie?

Im Rahmen dieser Studie sollen autoaggressive Handlungen bei Patienten/innen mit Tourette-Syndrom und anderen chronischen Tic Störungen näher untersucht werden.

Was sind Autoaggressionen?

• Ein Drang oder eine Handlung, sich selbst gegen den eigenen Willen zu verletzen
• Autoaggressive Handlungen werden nicht absichtlich ausgeführt und sind nicht Folge eines Unfalls
• Autoaggressive Handlungen können zu einer Verletzung oder Schädigung des eigenen Körpers führen

Wie ist der Ablauf der Studie?

Einmalige Online-Befragung von Zuhause aus
Dauer ca. 45 Minuten
Speicherung der Daten in anonymer Form

Wer kann teilnehmen?

• Personen mit Tourette-Syndrom oder einer anderen chronischen Tic-Störung
• Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind
• Personen, die Zugang zu einem internetfähigen Computer haben

-> Patientenflyer

Kontakt:

Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl
Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie
Medizinische Hochschule Hannover
Telefon: 0511-532-5527
E-Mail: Lampe-Goessling.Heike@mh-hannover.de
Unter folgender Internetadresse finden Sie den Link zur Studie:
http://webext.mh-hannover.de/soscisurvey/autoaggression/


Tic Genetics – Studie zur Vererbung von Tics

Seit langem ist bekannt, dass Tics in manchen Familien gehäuft auftreten. Bis heute konnte aber kein spezielles Gen (=Erbanlage) identifiziert werden, das tatsächlich Tics verursacht. Ziel dieser Studie ist es, die Gene zu entdecken, die für die Vererbung von Tics verantwortlich sind. Wir suchen dafür sogenannte Eltern-Kind-Trios, wobei bei dem Kind ein Tourette-Syndrom bzw. eine Tic-Störung bestehen sollte. Die Eltern sollten keine Tics haben. Es dürfen dabei sowohl Kinder (2-17 Jahre), als auch Erwachsene (18-99 Jahre) mit ihren beiden biologischen Eltern an dieser Studie teilnehmen. Mit Ihrer Teilnahme tragen Sie dazu bei, die Ursachen des Tourette-Syndroms aufzudecken, sodass langfristig neue  Therapiemöglichkeiten entwickelt werden können.

Kontakt bei Teilnahmewunsch Telefon: 0511-532-5524

Email: tourette-studien@mh-hannover.de mit dem Betreff “Tic Genetics”

Flyer Studie Tic-Genetics


ABX-1431 – Behandlung des Tourette-Syndroms mit einem neuen Medikament

Das Prüfpräparat ABX-1431 erwies sich in ersten Studien an Menschen als gut verträglich. Nun soll es im Rahmen einer 10-wöchigen Studie bei Erwachsenen mit Tourette-Syndrom getestet werden.

ABX-1431 stellt aus pharmakologischer Sicht einen neuartigen Behandlungsansatz dar. Das Arzneimittel hemmt den Abbau von körpereigenen Botenstoffen, den sogenannten Endocannabinoiden, die an die Cannabinoid-Rezeptoren des Gehirns binden. Es gibt Hinweise darauf, dass die Wirkung von ABX-1431 mit Arzneimitteln auf Cannabis-Basis vergleichbar ist. Dabei erscheint ABX-1431 jedoch wirksamer und besser verträglich im Vergleich zu Cannabis-basierten Medikamenten. Auf der Grundlage der klinischen Erfahrungen mit der Anwendung von Arzneimitteln auf Cannabis-Basis zur Behandlung des Tourette-Syndroms wird erwartet, dass ABX-1431 nicht nur eine Besserung der Tics, sondern auch der psychiatrischen Begleiterkrankungen bewirkt.

Falls Sie 18 Jahre oder älter sind, bei Ihnen ein Tourette-Syndrom bzw. eine chronische Tic-Störung besteht, Sie Interesse an einer Studienteilnahme haben und weitere Informationen wünschen, dann kontaktieren Sie uns gern unter folgender Telefonnummer: 0511-532-5524 oder schreiben Sie uns eine Email: tourette-studien@mh-hannover.de mit dem Betreff “ABX-1431”

Flyer Studie ABX-1431


Studie zur Behandlung des Tourette-Syndroms mit einem Cannabis-basierten Medikament

Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass Cannabis bzw. Medikamente auf Cannabisbasis zu einer deutlichen Verbesserung zahlreicher Symptome des Tourette-Syndroms führen. Bisher wurden weltweit allerdings nur 2 kleine Studien durchgeführt, in denen die Wirkung und Verträglichkeit von Dronabinol (THC) bei erwachsenen Patienten mit Tourette-Syndrom nachgewiesen wurde. Die Krankenkassen lehnen eine Kostenübernahme für diese Medikamente häufig mit dem Hinweis ab, dass die Wirksamkeit noch nicht erwiesen sei. Viele Personen mit Tourette-Syndrom führen daher eine (legale oder illegale) Selbsttherapie mit Cannabis durch. Frau Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) initierte eine große Studie, in der die Wirkung und Verträglichkeit des Cannabis-basierten Medikamentes Sativex bei erwachsenen Personen mit Tourette-Syndrom untersucht werden soll. Damit die Studie aussagekräftig ist und die Kostenerstattung durch die Krankenkassen erleichtert wird, wurden insgesamt 96 Patienten in 5 großen deutschen Tourette-Zentren (Hannover, Lübeck, München, Ulm, Aachen und Freiburg) eingeschlossen. Sobald die Ergebnisse der Studie bereit stehen, informieren wir Sie hier.


Studie zur Therapie mit dem Online Habit-Reversal-Training (HRT)

MHH startet Online-Intervention zur Behandlung von Tic-Störung und Tourette-Syndrom. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat in Zusammenarbeit mit Minddistrict eine Online-Intervention zur Behandlung von Tic-Störung und Tourette-Syndrom entwickelt. Das in der Face-to-face-Behandlung bewährte Habit Reversal Training (HRT) wurde dabei zu einem internetbasierten Therapieangebot weiterentwickelt. Die Wirksamkeit dieses Online-Trainings ‚Online Tics‘ wird ab jetzt in einer randomisierten kontrollierten Studie überprüft. Betroffene, die an einer Teilnahme interessiert sind, können zu Frau Professorin Dr. Kirsten Müller-Vahl Kontakt aufnehmen: Kontakt: Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie Medizinische Hochschule Hannover Carl-Neuberg-Str. 1 30625 Hannover Tel.: 0511 5323551/-5258

Die Rekrutierung für die Studie Online-Tics wurde im Juli 2019 beendet.Mit Ergebnissen der Studie ist ab Mitte des Jahres 2020 zu rechnen.


Universitätsklinikum Lübeck

Sensomotorische Verarbeitung bei Personen mit Tourette-Syndrom – TEC4Tic

Erwachsene Probanden für eine EEG Studie gesucht

Eine Ursache für Tics könnte darin liegen, dass das Gehirn von Tourette-Patienten Handlung und Wahrnehmung anders verarbeitet und steuert als Gehirne von Personen, die keine Tics haben. Frühere Studien unserer Arbeitsgruppe haben hierfür erste Hinweise gefunden. Nun möchten wir in der vorliegenden Studie genauer untersuchen, welche Bereiche des Gehirns hierbei eine Rolle spielen. Ziel der Untersuchungen ist ein besseres wissenschaftliches Verständnis des Tourette-Syndroms. Längerfristig kann dies auch zur Entwicklung neuer Therapieformen beitragen.

Neben einer klinischen neurologischen Untersuchung beinhaltet die Studie kurze Videoaufzeichnungen sowie ein schmerzfreies und nichtinvasives EEG. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den angefügten Studieninformationen.

Bei Interesse an einer Teilnahme oder für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte per  Email: tourette-forschung@neuro.uni-luebeck.de

Flyer Studie TEC4Tec Luebeck


Allgemeine Informationen zu klinischen Studien:

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