Tourette-Syndrom: Hoffnungsträger Ecopipam

Eine neue internationale Phase-III-Studie macht Hoffnung auf eine bessere medikamentöse Behandlung des Tourette-Syndroms. Der Wirkstoff Ecopipam konnte die Tic-Symptomatik wirksam und dauerhaft reduzieren. Bei Kindern und Jugendlichen war das Rückfallrisiko nach erfolgreicher Behandlung deutlich geringer als unter Placebo.

Besonders interessant ist das Nebenwirkungsprofil: Im Gegensatz zu vielen bisher eingesetzten Medikamenten wurden weder relevante Gewichtszunahmen noch Stoffwechselstörungen oder Bewegungsstörungen beobachtet. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Angst, insgesamt wurde das Medikament jedoch gut vertragen.

Fachleute bewerten Ecopipam daher als vielversprechende neue Therapieoption. Sie weisen jedoch darauf hin, dass Tourette häufig mit Begleiterkrankungen wie ADHS, Zwängen oder Ängsten verbunden ist und deshalb weiterhin eine umfassende Behandlung erforderlich bleibt. Eine Zulassung in den USA gilt als wahrscheinlich, für Europa gibt es bislang noch keine Informationen.

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