Umfrage funktionelle Tics LMU München

Wir sind Wissenschaftlerinnen an der psychiatrischen Klinik der LMU München und beschäftigen uns mit der Erforschung, Diagnostik und Therapie psychiatrischer Störungen. Bei dieser wissenschaftlichen Arbeit soll das Krankheitsbild „Rapid Onset Functional Tic-Like Behaviors“ untersucht werden. Ziel dieser Studie ist es, genauer zu erforschen, wie sich der Konsum von Tic-Störungen Content auf die Entstehung einer Tic-Störung auswirkt. An der Studie teilnehmen können Personen über 18 Jahre, die solchen Content konsumiert haben.

Was ist eine Tic-Störung?

Als Tic-Störung bezeichnet man Syndrome, bei denen das vorwiegende Symptom ein Tic ist. Ein Tic ist eine unwillkürliche, rasche, wiederholte, nichtrhythmische Bewegung meist umschriebener Muskelgruppen oder eine Lautproduktion, die plötzlich einsetzt und keinem erkennbaren Zweck dient. Normalerweise werden Tics als nicht willkürlich beeinflussbar erlebt, sie können jedoch meist für unterschiedlich lange Zeiträume unterdrückt werden. Belastungen können sie verstärken, während des Schlafens verschwinden sie. Häufige einfache motorische Tics sind Blinzeln, Kopfwerfen, Schulterzucken und Grimassieren. Häufige einfache vokale Tics sind z.B. Räuspern, Bellen, Schnüffeln und Zischen. Komplexe Tics sind Sich-selbst-schlagen sowie Springen und Hüpfen. Komplexe vokale Tics sind die Wiederholung bestimmter Wörter und manchmal der Gebrauch sozial unangebrachter, oft obszöner Wörter (Koprolalie) und die Wiederholung eigener Laute oder Wörter (Palilalie). (WHO-Definition Ticstörungen nach ICD-10)

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